Kniearthrose · Konservativ & Operativ · Wien
Die Diagnose „Kniearthrose" ist kein Urteil und schon gar kein automatischer OP-Grund. Zwischen den ersten Anlaufschmerzen und einer Prothese liegen oft viele gute Jahre – wenn die Behandlung stimmt. Ich begleite Sie durch alle Stadien: von Bewegungstherapie und Infiltrationen bis, wenn es wirklich so weit ist, zum passenden Gelenkersatz.
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Der Gelenkknorpel ist die Gleitschicht Ihres Knies. Bei der Arthrose (Gonarthrose) wird diese Schicht über Jahre dünner und rauer – bis im Endstadium Knochen auf Knochen reibt. Häufige Ursachen: jahrelange Fehlbelastung durch O- oder X-Bein, frühere Verletzungen (Meniskus, Kreuzband), Übergewicht oder einfach die Veranlagung.
Wichtig zu verstehen: Knorpel wächst nicht nach. Ziel jeder Behandlung ist deshalb, den vorhandenen Knorpel zu schützen, die Begleitentzündung zu beruhigen und die Muskulatur so zu stärken, dass sie das Gelenk entlastet.
Früh: Anlaufschmerz nach dem Sitzen, Steifigkeit am Morgen, Beschwerden nach langen Belastungen
Mittel: Belastungsschmerz beim Gehen und Stiegensteigen, wiederkehrende Schwellungen, abnehmende Gehstrecke
Fortgeschritten: Ruhe- und Nachtschmerz, zunehmende Fehlstellung, deutliche Bewegungseinschränkung
Diagnose: Klinische Untersuchung + Röntgen im Stehen; MRT bei Verdacht auf Begleitschäden
Konservativ, solange es Ihnen echte Lebensqualität bringt – operativ erst, wenn die Möglichkeiten darunter ausgeschöpft sind. Und dann richtig.
Die am besten belegte Arthrose-Therapie überhaupt: gezielter Muskelaufbau und gelenkschonende Bewegung (Radfahren, Schwimmen). Jedes Kilo weniger entlastet Ihr Knie beim Gehen um ein Mehrfaches. Dazu Physiotherapie mit klarem Übungsprogramm.
Hyaluronsäure verbessert die Gleitfähigkeit, PRP aus Ihrem eigenen Blut bremst die Entzündung – beides direkt in meiner Ordination, oft mit monatelanger Wirkung. Kortison setze ich nur gezielt und sparsam bei akuten Reizzuständen ein.
Eine „Gelenksäuberung" bei reiner Arthrose bringt laut Studienlage wenig – das sage ich Ihnen offen. Sinnvoll ist die Arthroskopie nur bei mechanischen Problemen: eingeklemmte Meniskusanteile, freie Gelenkkörper, Blockaden.
Ist nur die Innenseite verschlissen, genügt oft eine Teilprothese (Schlittenprothese) – kleinerer Eingriff, natürlicheres Kniegefühl. Bei ausgedehnter Arthrose die Totalprothese. OP-Termin in der Privatklinik meist innerhalb von 1–2 Wochen.
Es gibt kein Röntgenbild, das eine OP „vorschreibt" – entscheidend sind Ihre Beschwerden. Meine Faustregel: Wenn das Knie Ihr Leben diktiert – Sie Wege vermeiden, nachts aufwachen, Dinge absagen –, dann ist es Zeit, ernsthaft über den Gelenkersatz zu sprechen.
Zu langes Warten hat übrigens auch Nachteile: Die Fehlstellung nimmt zu, Muskulatur baut ab, und die Gegenseite sowie Hüfte und Rücken leiden unter der Schonhaltung. Die Kunst liegt im richtigen Zeitpunkt – nicht zu früh, nicht zu spät.
Warum Patienten mit Kniearthrose zu mir kommen
Nein – eine Kniearthrose muss nicht automatisch operiert werden, auch nicht mit 55. Am Anfang stehen Bewegung, Muskelaufbau, Gewichtsoptimierung und bei Bedarf Infiltrationen mit Hyaluronsäure oder Eigenblut (PRP). Eine Prothese ist erst dann sinnvoll, wenn die konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und die Lebensqualität dauerhaft leidet – diesen Zeitpunkt bestimmen Sie mit, nicht das Röntgenbild allein.
Am besten belegt sind Bewegung und gezielter Muskelaufbau – sie wirken wie ein Stoßdämpfer von außen. Ergänzend lindern Hyaluron- und PRP-Infiltrationen die Beschwerden oft über Monate. Gewichtsreduktion entlastet das Knie mit jedem Kilo mehrfach. Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, stellt sich die Prothesenfrage.
Bei leichter bis mittlerer Kniearthrose ja: Hyaluronsäure verbessert die Gleitfähigkeit und kann Schmerzen über Monate lindern. Bei fortgeschrittener Arthrose ist der Effekt begrenzt – dann berate ich Sie ehrlich, ob sich die Behandlung noch lohnt oder das Geld besser investiert ist.
Wenn trotz ausgeschöpfter konservativer Therapie anhaltende Schmerzen (auch nachts), eine stark eingeschränkte Gehstrecke und deutlicher Verlust an Lebensqualität bestehen. Die Entscheidung treffen Sie – meine Aufgabe ist die ehrliche Einordnung, ob der Zeitpunkt gekommen ist.
Bei reiner Arthrose ohne mechanische Symptome ist der Nutzen laut Studienlage gering – hier bin ich ehrlich. Sinnvoll ist die Arthroskopie nur bei klaren mechanischen Problemen wie eingeklemmten Meniskusanteilen, freien Gelenkkörpern oder Blockaden.
Unbedingt – Bewegung ist Therapie. Ideal sind Radfahren, Schwimmen, Aquagymnastik und Nordic Walking. Vermeiden sollten Sie Stop-and-Go-Belastungen mit Stoßspitzen. Was für Ihr Knie passt, besprechen wir individuell.
Gerade bei Arthrose lohnt die Zweitmeinung: Ich sage Ihnen ehrlich, ob die konservativen Möglichkeiten wirklich ausgeschöpft sind – oder ob der Eingriff jetzt der richtige Schritt ist.
Je früher die Arthrose richtig behandelt wird, desto länger bleibt Ihnen Ihr eigenes Gelenk erhalten. Lassen Sie uns Ihren Stufenplan erstellen.
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