Hüftimpingement · Labrumriss · Wien
Leistenschmerzen mit Mitte 20, 30 oder 40 – beim Sport, beim langen Autofahren, in der Hocke? Dahinter steckt oft ein Hüftimpingement (FAI) mit Riss der Gelenklippe. Ein Krankheitsbild, das häufig jahrelang als „Zerrung" fehlgedeutet wird. Ich kläre die Ursache ab, behandle konservativ und gebe Ihnen eine ehrliche Zweitmeinung. Ist eine Hüftarthroskopie nötig, übernehme ich die Organisation des Eingriffs für Sie.
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Beim femoroacetabulären Impingement (FAI) passen Hüftkopf und Hüftpfanne nicht optimal zusammen. Zwei Formen – oft kombiniert: Beim Cam-Typ ist der Übergang vom Hüftkopf zum Schenkelhals zu kräftig ausgeformt, beim Pincer-Typ umgreift die Pfanne den Kopf zu weit.
Die Folge: Bei tiefer Beugung und Innendrehung schlagen die Strukturen aneinander. Eingeklemmt wird dabei vor allem die Gelenklippe (Labrum) – ein Dichtungsring aus Faserknorpel, der die Pfanne vergrößert und das Gelenk stabilisiert. Mit der Zeit reißt das Labrum ein, und auch der Knorpelrand kann Schaden nehmen.
Leistenschmerz bei Beugung: tiefes Sitzen, langes Autofahren, Hocke, Schuhe binden
Belastungsabhängig: nach Fußball, Laufen, Yoga, Kampfsport oder Krafttraining
Das „C-Zeichen": Patienten umgreifen die Hüfte mit der Hand – der Schmerz sitzt tief zwischen Leiste und Gesäß
Gelegentlich: Schnappen, Blockierungsgefühl oder einschießender Schmerz bei Drehbewegungen
Viele Impingement-Patienten haben eine Odyssee hinter sich – behandelt wurde die „Leistenzerrung", der Rücken oder die Adduktoren. Dabei ist die Diagnose mit gezielter Untersuchung gut zu stellen:
Der Impingement-Test (Beugung + Innendrehung, „FADIR") reproduziert den typischen Leistenschmerz. Dazu Beweglichkeitsprüfung im Seitenvergleich.
Zeigt die Knochenform: Cam-Deformität, Pfannenüberdachung, und schließt eine beginnende Arthrose aus.
Stellt Labrum und Knorpel dar – bei spezieller Fragestellung als Arthro-MRT mit Kontrastmittel im Gelenk.
Nicht jedes Impingement gehört operiert – aber keines gehört jahrelang ignoriert. Die Reihenfolge ist klar:
Gezielte Kräftigung der hüftumgreifenden und Rumpfmuskulatur, Optimierung der Bewegungsmuster – und das Vermeiden der provozierenden Endpositionen (extrem tiefe Hocke, forcierte Dehnung). Viele Patienten werden damit dauerhaft beschwerdearm.
Eine gezielte Infiltration in das Hüftgelenk lindert die Entzündung – und bestätigt zugleich, dass der Schmerz wirklich aus dem Gelenk kommt. Das ist eine wertvolle Information für jede weitere Entscheidung.
Bleiben die Beschwerden nach 3–6 Monaten konservativer Therapie bestehen, kann eine Gelenkspiegelung den mechanischen Konflikt beheben: Das gerissene Labrum wird refixiert und die störende Knochenform (Cam/Pincer) abgetragen. Voraussetzung: Der Knorpel ist noch weitgehend intakt – bei fortgeschrittener Hüftarthrose bringt die Arthroskopie nichts, das sage ich Ihnen ehrlich.
Diese hochspezialisierte Operation führe ich nicht selbst durch — ihre Organisation übernehme ich, falls indiziert, aber gerne für Sie.
Der wiederholte Anschlag zwischen Kopf und Pfanne schädigt Labrum und Knorpelrand – genau dort beginnt bei vielen Patienten Jahre später die Hüftarthrose. Ein ausgeprägtes, symptomatisches Impingement beim jungen Menschen ist deshalb mehr als ein Ärgernis: Es ist eine Chance, das Gelenk zu schützen, solange es noch gesund ist.
Das heißt nicht, dass jede auffällige Knochenform behandelt werden muss – viele Menschen mit Cam-Deformität haben nie Beschwerden. Entscheidend ist die Kombination aus Symptomen, Untersuchungsbefund und Bildgebung.
Warum Patienten mit Hüftschmerzen zu mir kommen
Leistenschmerzen bei jungen, aktiven Menschen, die vor allem bei tiefer Hüftbeugung auftreten – tiefes Sitzen, Autofahren, Hocke, Sport – sind das typische Bild eines Hüftimpingements (FAI), oft mit begleitendem Riss der Gelenklippe (Labrum). Das wird häufig jahrelang als Leistenzerrung oder Rückenproblem fehlgedeutet. Eine gezielte Untersuchung mit Impingement-Test und Bildgebung schafft Klarheit.
Beim femoroacetabulären Impingement (FAI) passen Hüftkopf und Hüftpfanne nicht optimal zusammen: Entweder ist der Übergang vom Kopf zum Schenkelhals zu kräftig (Cam-Typ), die Pfanne umgreift den Kopf zu weit (Pincer-Typ) – oder beides. Bei Beugung und Drehung stoßen die Strukturen aneinander und quetschen die Gelenklippe und den Knorpelrand ein.
Nein – gerissenes Labrumgewebe wächst nicht wieder zusammen. Das heißt aber nicht automatisch, dass operiert werden muss: Viele Patienten werden mit Physiotherapie, angepasster Belastung und gegebenenfalls einer Infiltration langfristig gut beschwerdearm. Bleiben die Symptome bestehen oder ist die Knochenform deutlich auffällig, kann die Hüftarthroskopie Labrum und Knochenform korrigieren.
Wenn trotz 3–6 Monaten konsequenter konservativer Therapie relevante Schmerzen bestehen, die Bildgebung eine klare Impingement-Form und einen Labrumschaden zeigt und der Knorpel noch weitgehend intakt ist. Dann kann die Hüftarthroskopie den mechanischen Konflikt beseitigen – auch mit dem Ziel, einer späteren Arthrose vorzubeugen.
Bei Bürotätigkeit meist 2–3 Wochen, bei körperlich fordernden Berufen 6–8 Wochen oder länger. In den ersten Wochen wird mit Krücken teilbelastet, begleitend läuft Physiotherapie. Die Rückkehr zum Sport erfolgt stufenweise ab etwa 3 Monaten, kontaktintensive Sportarten später.
Das Risiko ist erhöht: Der wiederholte Anschlag schädigt Labrum und Knorpelrand, was die Arthroseentstehung begünstigen kann – vor allem beim ausgeprägten Cam-Typ. Nicht jedes Impingement wird zur Arthrose, aber anhaltende Beschwerden sollten abgeklärt werden, solange der Knorpel noch gesund ist.
Gerade beim Impingement lohnt die Zweitmeinung: Ich prüfe ehrlich, ob die konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und ob Befund und Beschwerden wirklich zusammenpassen.
Je früher ein Impingement erkannt wird, desto besser lässt sich Ihr Hüftgelenk schützen. Lassen Sie es abklären – statt jahrelang zu rätseln.
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