Revisionsendoprothetik · Hüfte · Wien
Ihre Hüftprothese schmerzt, fühlt sich locker oder instabil an, oder es besteht der Verdacht auf eine Infektion? Dann braucht es zuerst eine gründliche Abklärung – und erst danach die Entscheidung, ob und wie die Prothese gewechselt werden sollte. Als Facharzt für Orthopädie und Traumatologie mit Schwerpunkt Hüftendoprothetik operiere ich Wechseleingriffe persönlich als Belegarzt in vier Wiener Privatkliniken.
Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Medizin ist ein sich ständig weiterentwickelndes Fachgebiet – trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für vollständige Aktualität übernommen werden. Vollständiger Hinweis →

Dr. Philippe Ghobrial
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Wahlarzt in 1040 und 1020 Wien
Ich untersuche Sie persönlich und bespreche mit Ihnen alle Möglichkeiten – ehrlich und verständlich.
Über mich →Die meisten Hüftprothesen funktionieren über viele Jahre zuverlässig. Wird ein Wechsel (Revision) nötig, steckt meist eine der folgenden Ursachen dahinter – manchmal auch mehrere gleichzeitig:
Pfanne oder Schaft verlieren ohne Infektion ihren festen Halt im Knochen – häufig erst nach vielen Jahren. Typisch sind Belastungs- und Anlaufschmerzen in Leiste oder Oberschenkel.
Bakterien siedeln sich an der Prothese an (periprothetische Infektion) – früh nach der Operation oder auch Jahre später, etwa über die Blutbahn. Eine Infektion braucht immer eine gezielte Behandlung.
Springt das künstliche Gelenk wiederholt heraus (Luxation) oder fühlt es sich unsicher an, kann eine Korrektur der Implantatposition oder ein Wechsel einzelner Teile nötig sein.
Ein Knochenbruch rund um die Prothese, meist nach einem Sturz. Je nachdem, ob die Prothese noch fest sitzt, wird der Bruch stabilisiert oder die Prothese gewechselt.
Die Gleitflächen nutzen sich über die Jahre ab. Abriebpartikel können den umgebenden Knochen schwächen und so zur Lockerung beitragen.
Ungünstig positionierte Komponenten oder ein deutlicher Beinlängenunterschied können Beschwerden verursachen. Bei anhaltenden Schmerzen ohne klare Ursache ist eine besonders sorgfältige Abklärung wichtig – nicht jeder Schmerz lässt sich durch einen Wechsel beheben.
Mein Grundsatz:
Ein Prothesenwechsel ist ein größerer Eingriff als die erste Hüftprothese. Ich empfehle ihn nur, wenn die Ursache der Beschwerden geklärt ist und der Wechsel Ihnen voraussichtlich hilft. Wir entscheiden gemeinsam – auf Basis Ihrer Befunde, Ihrer Beschwerden und Ihrer Lebensqualität.
Zeitnah abklären lassen:
Umgehend ärztlich abklären lassen:
In akuten Situationen wenden Sie sich bitte an eine Notaufnahme oder rufen die Rettung (144).
Vor jeder Entscheidung steht die Frage nach der Ursache. Besonders wichtig ist dabei, eine Infektion sicher zu erkennen oder auszuschließen – denn davon hängt das weitere Vorgehen maßgeblich ab.
Beschwerden, Vorgeschichte der Operation, klinische Untersuchung von Hüfte, Gangbild und Beinlänge.
Röntgen und bei Bedarf CT in unseren Partnerinstituten – idealerweise im Vergleich mit früheren Aufnahmen.
Blutuntersuchung, unter anderem der Entzündungswerte, als Baustein der Infektionsabklärung.
Entnahme von Gelenkflüssigkeit, um eine Infektion nachzuweisen oder auszuschließen und einen möglichen Erreger zu bestimmen.
Bitte bringen Sie, wenn vorhanden, mit:
Operationsbericht und Implantatpass der ersten Operation, frühere Röntgenbilder und Befunde sowie eine Liste Ihrer Medikamente. So lässt sich feststellen, welches Implantat eingesetzt wurde – eine wichtige Grundlage für die Planung.
Nicht immer muss die gesamte Prothese ausgetauscht werden. Welche Teile gewechselt werden, hängt von der Ursache, vom Sitz der Komponenten und vom Zustand des Knochens ab.
Sitzen Pfanne und Schaft fest und gut, können oft einzelne Teile getauscht werden – etwa der Prothesenkopf und die Gleitfläche (Inlay), zum Beispiel bei Abrieb oder Instabilität. Der Eingriff ist dann meist kleiner.
Bei Lockerung, Fehlstellung oder Knochenverlust werden Pfanne, Schaft oder beide ersetzt. Häufig kommen dafür spezielle Revisionsimplantate zum Einsatz, die auch bei geschwächtem Knochen stabil verankert werden können.
Bei einer frühen Infektion kann es in manchen Fällen ausreichen, das Gelenk gründlich zu reinigen und die beweglichen Teile zu tauschen. Bei länger bestehenden Infektionen wird die Prothese in der Regel gewechselt:
Begleitend ist eine gezielte Antibiotikatherapie nötig. Welches Vorgehen sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Erreger, vom Zeitpunkt und vom Zustand der Weichteile ab und wird individuell entschieden.
Ein Wechseleingriff braucht mehr Vorbereitung als eine erste Hüftprothese. Der folgende Ablauf ist typisch – Ihren persönlichen Plan legen wir gemeinsam fest.
Auf Basis der Bildgebung plane ich, welche Teile gewechselt werden, welche Revisionsimplantate nötig sind und wie Knochendefekte versorgt werden. Instrumente und Implantate werden mit der Klinik abgestimmt. Wie viel Zeit die Planung braucht, ist individuell verschieden.
Ich führe den Wechsel persönlich durch. Der Eingriff dauert meist länger als die erste Hüftprothese; Narkoseform und Ablauf bespricht das Anästhesie-Team vorab mit Ihnen.
Der Aufenthalt ist meist länger als bei der Erst-OP. Die Physiotherapie beginnt früh; wie stark das Bein belastet werden darf, richtet sich nach dem Eingriff – manchmal ist anfangs nur eine Teilbelastung erlaubt.
Stationäre oder ambulante Reha mit Gangschulung und Muskelaufbau. Die Erholung braucht nach einem Wechsel in vielen Fällen mehr Zeit als nach der ersten Hüftprothese.
Wundkontrolle, Röntgenkontrollen und Anpassung der Belastung – von der Planung bis zur Nachkontrolle bleiben Sie bei mir in Betreuung.
Wechseleingriffe an der Hüfte gehören in die Hände eines Facharztes, der Revisionen regelmäßig plant und operiert. Meine Erfahrung im Überblick:
Meine Ordinationen befinden sich in 1040 Wien (Große Neugasse 28/2) und 1020 Wien (Vorgartenstraße 206c). Mehr über mich →
OP und Klinikaufenthalt werden je nach Vertrag ganz oder zum Großteil übernommen
Mit den meisten Sonderklasse-Versicherungen ist eine Direktverrechnung möglich
Kostenvoranschlag und Antrag auf Deckungszusage vor dem Eingriff
Ordinationskosten übernehmen Wahlarzt- bzw. Privatarzt-Versicherungen je nach Vertrag ganz oder zum Großteil
Als Wahlarzt-Patient können Sie die Honorarnote bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zur teilweisen Rückerstattung einreichen
Als Selbstzahler erhalten Sie vor der Operation einen transparenten Kostenvoranschlag
So läuft Ihre Sonderklasse-OP ab
Erstgespräch – bringen Sie Ihre Befunde, den Operationsbericht und den Implantatpass mit.
Abklärung & Planung – Bildgebung, Labor und ggf. Punktion; die Planung eines Wechsels braucht individuell Zeit.
Kostenvoranschlag & Deckungszusage – ich erstelle den Kostenvoranschlag und reiche ihn bei Ihrer Versicherung ein; mit den meisten Sonderklasse-Versicherungen ist eine Direktverrechnung möglich.
Operation in der Privatklinik – den Termin legen wir nach abgeschlossener Planung gemeinsam fest; die Nachsorge bleibt bei mir.
Moderne Hüftprothesen halten in vielen Fällen viele Jahre bis Jahrzehnte. Wie lange genau, hängt unter anderem von Implantat, Verankerung, Knochenqualität, Aktivität und Körpergewicht ab. Gewechselt wird eine Prothese nicht nach einer festen Anzahl von Jahren, sondern wenn sie sich lockert, verschleißt, instabil wird oder sich infiziert. Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen früh zu erkennen.
Häufige Zeichen sind neu auftretende oder zunehmende Schmerzen in Leiste, Oberschenkel oder Gesäß – oft beim Anlaufen und unter Belastung –, außerdem Hinken oder eine kürzere Gehstrecke. Eine Lockerung kann sich aber auch lange unbemerkt entwickeln. Ob tatsächlich eine Lockerung vorliegt, lässt sich nur mit Untersuchung, Röntgen und gegebenenfalls weiteren Untersuchungen klären.
Ein Wechsel ist in der Regel aufwendiger als die erste Hüftprothese: Das alte Implantat muss entfernt werden, der Knochen ist häufig geschwächt, und der Eingriff dauert meist länger. Das Risiko für Komplikationen wie Infektion, Ausrenken oder Blutverlust ist deshalb im Allgemeinen höher. Umso wichtiger sind eine sorgfältige Abklärung, eine individuelle Planung und Erfahrung mit Revisionseingriffen. Ihre persönlichen Risiken besprechen wir offen vor der Entscheidung.
Die Erholung dauert meist länger als nach der ersten Hüftprothese und ist sehr individuell. Sie hängt davon ab, welche Teile gewechselt wurden, wie belastbar der Knochen ist und ob eine Infektion vorlag. Der Klinikaufenthalt ist meist länger als bei der Erst-OP, und manchmal darf das Bein anfangs nur teilweise belastet werden. Danach folgt eine stationäre oder ambulante Rehabilitation. Einen realistischen Zeitplan für Ihre Situation besprechen wir vor der Operation.
Bei Verdacht auf eine Infektion der Prothese (periprothetische Infektion) steht zuerst die Sicherung der Diagnose – mit Laborwerten und häufig einer Gelenkpunktion. Je nach Zeitpunkt, Erreger und Zustand von Knochen und Weichteilen kommen unterschiedliche Vorgehensweisen in Frage: von einer Spülung mit Austausch der beweglichen Teile über einen einzeitigen Wechsel bis zum zweizeitigen Wechsel mit vorübergehendem Platzhalter. Begleitend ist eine gezielte Antibiotikatherapie nötig. Welcher Weg sinnvoll ist, wird individuell entschieden.
Ja. Für die Planung ist es hilfreich, wenn Sie Operationsbericht, Implantatpass und vorhandene Röntgenbilder mitbringen. So lässt sich feststellen, welches Implantat eingesetzt wurde, wie es verankert ist und welche Teile beim Wechsel möglicherweise erhalten bleiben können.
Vor einem Wechsel ist eine Zweitmeinung oft sinnvoll, denn die Entscheidung ist komplex: Ist die Prothese wirklich die Ursache der Schmerzen? Reicht ein Teilwechsel? Liegt eine Infektion vor? Ich sehe mir Ihre Befunde und Bilder an, untersuche Sie und sage Ihnen ehrlich, ob und welcher Eingriff aus meiner Sicht nötig ist – auch wenn die Antwort lautet, dass zunächst abgewartet werden kann.
Mit einer Sonderklasse-Zusatzversicherung werden die Kosten von Operation und Klinikaufenthalt je nach Vertrag ganz oder zum Großteil übernommen; mit den meisten Sonderklasse-Versicherungen ist eine Direktverrechnung möglich. Vor dem Eingriff erstelle ich einen Kostenvoranschlag und reiche ihn bei Ihrer Versicherung ein, damit Sie vorab eine Deckungszusage erhalten. Die Kosten der Ordination übernehmen Wahlarzt- bzw. Privatarzt-Versicherungen je nach Vertrag ganz oder zum Großteil.
Ich operiere Hüftprothesen-Wechsel persönlich als Belegarzt in vier Wiener Privatkliniken: ATOMOS Klinik Währing, Wiener Privatklinik, Privatklinik Döbling und Rudolfinerhaus. Für einen Termin in meinen Ordinationen in 1040 oder 1020 Wien brauchen Sie keine Überweisung – buchen Sie online oder rufen Sie an.
Eine Zweitmeinung gibt Sicherheit. Ich sehe mir Ihre Befunde und Bilder an und sage Ihnen ehrlich, ob ein Wechsel nötig ist – und in welchem Umfang.
Im persönlichen Gespräch kläre ich mit Ihnen die Ursache, erkläre alle Optionen und beantworte Ihre Fragen – ohne Zeitdruck. Eine Überweisung brauchen Sie nicht.
1040 Wien: +43 1 585 62 60 1020 Wien: +43 1 890 45 20
Ordination 1040 Wien-Wieden (Große Neugasse 28/2) · Ordination 1020 Wien-Leopoldstadt (Vorgartenstraße 206c)
Medizinisch geprüft: Dr. Philippe Ghobrial, Facharzt für Orthopädie & Traumatologie · Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026